Unter Fremdwährungskredite versteht
man Kredite, die nicht auf Euro oder auf eine andere MUM-Währung
lauten (z. B. Schweizer Franken oder Japanischer YEN). In den letzten
Jahren waren es besonders die niedrigen Zinsniveaus in der Schweiz
und in Japan die einen Boom auslösten.
Mit Fremdwährungskrediten ist ein mehr oder
weniger stark ausgeprägtes Währungskursrisiko verbunden.
Mitunter ist es nicht sinnvoll, den gesamten Finanzierungsbedarf
in einer Währung zu führen. Eine ausgewogene Risikostreuung
in verschiedenen Kreditwährungen ist zweckmäßig
und ermöglicht ein professionelleres Management zwischen den
einzelnen Kreditwährungen (Gewinnmitnahmen bzw. teilweise Drehung
in eine andere Währung bei günstiger Kursentwicklung ...).
Grundsätzlich gilt: Je größer
der Zinsvorteil (Spread) gegenüber Schilling bzw. EURO, desto
stärker darf der Kurs der Kreditwährung steigen (Break-Even-Kurs).
Neben dem Zinsvorteil ist die Kursentwicklung
einer Währung entscheidend für Erfolg od. Misserfolg -
Chancen u. Risiko sind untrennbar miteinander verbunden.
Zinssatz
Der Zinssatz wird bei Fremdwährungskrediten
üblicherweise durch einen Aufschlag auf den LIBOR
fixiert.
Beispiel für einen YEN-Kredit:
3 Monats-LIBOR + 1,25 %
Roll
Over Periode
Dieser Bankenterminus beschreibt lediglich die
Zeit, für welche der jeweilige Zinssatz fixiert wird und zu
welchem Datum der Kredit in eine andere Währung gedreht bzw.
getilgt werden kann.
Beispiel: 3 Monats-LIBOR - alle 3 Monate
wird der Zinssatz entsprechend angepasst. Übliche "Roll
Over Perioden" sind 1 Monat, 3, 6, und 12 Monate.
- flexibel geplant und mit Vernunft gemacht - Fremdwährungskredite
bei schwankenden Zinsen und steigenden Kursen